Auch im Regierungsbezirk Münster ist für Nachwuchs gesorgt!

Im Rahmen einer feierlichen Lossprechungsveranstaltung, umrahmt vom Duo 2ForYou, wurden die Absolventinnen und Absolventen des Zahntechniker-Handwerks von Ralf Niggenaber, zugleich stellvertretender Obermeister und Lehrlingswart im Regierungsbezirk Münster, für ihre erfolgreich bestandene Gesellenprüfung geehrt. Insgesamt 36 Prüflinge stellten sich nach einer 3,5-jährigen Ausbildungszeit erstmals der neuen, modernisierten Prüfungsordnung und meisterten diese mit guten Leistungen. 

Auch Joachim Lange, stellv. Leiter des Hans-Böckler-Berufskollegs, gratulierte den frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen und wünsche Ihnen das Allerbeste. 

Die Bedeutung des lebenslangen Lernens im Zahntechnikerhandwerk nimmt eine zentrale Rolle bei beiden Gratulanten ein. Angesichts der rasanten technologischen Entwicklungen, insbesondere im digitalen Bereich, sind kontinuierliche Weiterbildung und Anpassungsfähigkeit unerlässlich. Neue Materialien, moderne Fertigungstechniken und digitale Prozesse erfordern es, das eigene Wissen stetig zu erweitern und auf dem neuesten Stand zu halten.

Die abgeschlossene Ausbildung bildet dabei eine solide Grundlage, auf der die berufliche Entwicklung aufbaut. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und langfristig erfolgreich zu sein, ist es entscheidend, sich regelmäßig fortzubilden und offen für Innovationen zu bleiben. Lebenslanges Lernen ist somit nicht nur eine persönliche Chance, sondern auch eine wesentliche Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des gesamten Berufsstandes.

Ehrung der Prüfungsbesten

Als Prüfungsbeste konnte sich Larissa Heil (Ausbilder Tilch, Ahlen) durchsetzen, gefolgt von Lasse Johann Morhofer (Ausbilder: High-Tech-Dental GmbH, Recklinghausen). 

Beide freuten sich aus den Händen von Niggenaber sowie dem Bereichsleiter Christian Vennemeyer auf einen Blumenstrauß sowie ein kleines Präsent. Im Anschluss daran erfolgten die Gesellenbriefe.

Umbruch im Ausbildungs- und Prüfwesen erfolgreich gemeistert

Die Ausbildung begann für den Jahrgang am 1. September 2022 und markierte zugleich einen bedeutenden Umbruch im Ausbildungs- und Prüfungswesen des Zahntechniker-Handwerks. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit wurde ein neues, sogenanntes gestrecktes Prüfungsformat eingeführt, das sich in einen ersten und einen zweiten Prüfungsteil gliedert. 

Neben neu definierten Lernfeldern und Lernzielen wurde auch die praktische Prüfung grundlegend überarbeitet. Erstmals flossen sowohl analoge als auch digitale Fertigungstechniken in die Bewertung ein und spiegeln damit die heutigen Anforderungen des Berufs wider.

Die Prüfungen stellten hohe Anforderungen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bereits im ersten Teil mussten sie innerhalb eines achtstündigen Praxistages unterschiedliche Werkstücke sowohl digital als auch handwerklich fertigen. Der zweite Teil umfasste eine umfangreiche, über mehrere Tage angelegte Prüfung, in der digitale Konstruktionen am Computer sowie deren anschließende praktische Umsetzung kombiniert wurden. Trotz der anspruchsvollen Aufgaben und des hohen Zeitdrucks konnten alle Prüflinge die Herausforderungen erfolgreich bewältigen.

Die Veränderungen in der Prüfungsstruktur tragen der Entwicklung des Zahntechnikerhandwerks Rechnung. Während die Ausbildung in der Vergangenheit stark analog geprägt war, ist der Berufsalltag heute durch das Zusammenspiel von digitalen Technologien und handwerklichen Fertigkeiten gekennzeichnet. Moderne Verfahren wie CAD/CAM sowie eine stetig wachsende Materialvielfalt erfordern ein hohes Maß an Fachwissen und Anpassungsfähigkeit.

Dank an Ausbilder, Lehrerkollegium und Prüfungsbeisitzer

Ein besonderer Dank gilt den Ausbildungsbetrieben, die den Nachwuchs mit großem Engagement auf ihrem Weg begleitet haben. Ebenso wurde die wichtige Rolle der Berufsschulen, insbesondere des Hans-Böckler-Berufskollegs, sowie der Prüfungsausschüsse hervorgehoben, deren ehrenamtlicher Einsatz maßgeblich zum Erfolg der Prüfungen beiträgt.

Mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung stehen den jungen Gesellinnen und Gesellen nun vielfältige berufliche Möglichkeiten offen. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels und der rasanten technologischen Entwicklungen im Bereich der Zahntechnik kommt der kontinuierlichen Weiterbildung eine entscheidende Bedeutung zu. Themen wie Digitalisierung, neue Werkstoffe und auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden die Zukunft des Berufs weiter prägen, ohne jedoch die handwerkliche Expertise zu ersetzen.

Die Absolventinnen und Absolventen wurden ermutigt, ihre berufliche Zukunft aktiv zu gestalten, sich Ziele zu setzen und die Chancen des Wandels zu nutzen. Denn trotz aller technologischen Fortschritte bleibt eines unverändert: Das Zahntechnikerhandwerk verbindet höchste Präzision, individuelle Fertigung und ästhetische Ansprüche – zum Wohl der Patientinnen und Patienten.

Mit ihrem Abschluss haben die neuen Gesellinnen und Gesellen eine wichtige Grundlage geschaffen, um diesen anspruchsvollen und vielseitigen Beruf erfolgreich auszuüben und weiterzuentwickeln.

Diesen Beitrag teilen

Weitere Meldungen

Finden Sie den Zahntechniker Ihres Vertrauens

Persönlich - kompetent - ansprechbar vor Ort.